Mal wieder in Campino
Das war knapp: Gerade googelte ich so vor mich hin, dachte, den perfekten Treffer gefunden zu haben, klickte auf den Link, und musste feststellen: Meyers Lexikon online ist eingestellt worden.
Und zwar gestern…
Aus aktuellem Anlass kommen hier zwei Dinge, die ich euch gern ans Herz legen möchte.
Und zwar zuerst die Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen. Die Kontinente Alaska und Afrika sind mittlerweile fertig und wirklich beeindruckend – wir hatten am Freitag dort einen ganz wunderbaren Arbeits-Nachmittag im Zoo. Auf Asien heißt es noch ein bisschen warten: Im März 2010 soll der letzte der drei Tier-Kontinente fertig sein. Stört aber gar nicht: Die beiden Rundgänge durch Alaska und Afrika werden davon nicht beeinflusst und sind ganz wundervoll gestaltet.
Der zweite Tipp sind die immer wieder tollen Stücke vom TheaterLaien. Großes Theater für kleines Geld – lohnt sich wirklich jedes Mal und ist die einzige Veranstaltung, bei der wir eigentlich auch beim Arbeiten in jedem Fall bis zum Schluss bleiben.
Okay – auch wenn ich eigentlich niemanden mit der Twilight-Mania nerven wollte, muss ich doch kurz vom Basteln meiner Arbeitsblätter aufschauen, um euch dieses Browserspiel zu präsentieren. Ganz wunderbar, vor allem, wenn man mit dem Makeover seines Gesichts fertig ist
Ich möchte jetzt Musik empfehlen. Und zwar den Soundtrack zu „Twilight“.
Der Film war okayish – es war sehr nett, ihn zu anzusehen, aber doch irgendwo sehr anders als in der Wirklichkeit meines Kopfes, und kein Vergleich zum Buch – aber die Musik war schon eher sehr wunderbar. So dass ich zum ersten mal seit… Nicht seit, sondern tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben den Soundtrack zu einem Film gekauft habe. Und er lohnt sich wirklich: Bands, zu denen ich bisher eigentlich keine besondere Beziehung hatte, machen aus dem Soundtrack eine herrlich rockige und wunderbare runde Sache. Muse und Linkin Park dürften die bekanntesten Vertreter auf der Platte sein, ich entwickle gerade eine Liebe zu Paramore (die ich bisher nicht kannte) und finde auch Carter Burwells instrumental-orchestriges „Bella’s Lullaby“ eher sehr toll.
Tracklist:
1. Muse – Supermassive Black Hole
2. Paramore – Decode
3. The Black Ghosts – Full Moon
4. Linkin Park – Leave Out All The Rest
5. Mutemath – Sportlight (Twilight Mix)
6. Perry Farrell – Go All The Way (Into The Twilight)
7. Collective Soul – Tremble For My Beloved
8. Paramore – I Caught Myself
9. Blue Foundation – Eyes On Fire
10. Rob Pattinson – Never Think
11. Iron & Wine – Flightless Bird, American Mouth
12. Carter Burwell – Bella’s Lullaby
Das einzige, was auf dem Soundtrack fehlt, ist Debussys „Claire de lune“. Trotzdem: Fünf von fünf Regenbögen!
Oder: Vielleicht sollten wir uns schämen, tun’s aber nicht.
Denn schließlich empfehle ich jetzt ein Buch, das für Jugendliche geschrieben wurde, zwischendurch unglaublich schnulzig ist und von Vampiren handelt – und für das wir trotzdem sofort Feuer und Flamme waren: „Twilight“ von Stephenie Meyer.
Ich hatte von dem Buch gehört, ob der begeisterten Meinungen gedachte „Man könnte es ja mal lesen“, aber es immer für zu unwichtig gefunden, um selber Geld dafür auszugeben. Das änderte sich schlagartig, als ich „Twilight“ zu Weihnachten bekam – innerhalb von zwei Tagen hatte ich das Ding durch, danach ging es sofort in den Buchladen, um die restlichen drei Folgebände für mich und den ersten Band auf deutsch für Nina zu kaufen. Zehn Tage währte mein Glück mit den Büchern (was gemessen an meinem normalen Lesetempo ein echter Rekord ist), und auch Nina frisst sich unaufhaltsam dem Ende entgegen. Enormes Suchtpotential!
Inhalt: Die siebzehnjährige Bella Swan zieht von Phoenix zu ihrem Vater in die Kleinstadt Forks. Die sonnenverwöhnte Bella ist im regnerischen Washington zunächst unglücklich – bis sie Edward Cullen kennen lernt und sich unsterblich in ihn verliebt. Auch als sie sein Geheimnis erfährt, will sie weiter in seiner Nähe und mit ihm zusammen sein: Edward und seine Familie sind Vampire – da sind einige brenzlige Situationen für Bella vorprogrammiert, nicht zuletzt, weil Edward ein unglaubliches Verlangen nach ihrem Blut verspürt…
Und auch wenn wir uns darüber einig sind, dass Edward so ziemlich alles in sich vereint, was uns an einem Mann in der Realität nerven würde, sind wir doch etwas verliebt in ihn – und damit eindeutig im „Team Edward“. Also: Wer ein bisschen Schnulz (aber auch Spannung und absolut liebenswerte Charaktere!) ertragen kann – kaufen und lesen! Ich plädiere für Englisch, weil mir die Übersetzung etwas dick aufgetragen vorkommt, aber Nina lebt auch mit Deutsch offensichtlich gut.
Volle Regenbogenanzahl: Fünf von fünf möglichen Regenbögen – und ein Sternchen dazu!
Und auch wenn wir uns, wie gesagt, nicht für unsere Teamzugehörigkeit schämen, setzen wir uns jetzt erst mal ab – Dublin, wir kommen
Lebensretterin kann ich jetzt werden. Ich habe mir nämlich von der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, ein Typisierungs-Set zuschicken lassen. Das ist kostenlos und tut nicht weh.
Mit zwei Wattestäbchen macht man einen Wangenabstrich, füllt eine Einverständniserklärung aus und schickt das ganze an die DKMS zurück. Die können den Absender dann anhand der Zellen, die mit den Wattestäbchen zurückgesandt werden, typisieren. Und der Absender kann dann gegebenenfalls ein Leben retten, wenn sich herausstellt, dass er die Nadel im Heuhaufen für einen leukämiekranken Menschen ist, indem er Knochenmark spendet. Das wiederum tut bestimmt ein bisschen weh, aber so weit sind wir ja noch nicht…
Und weil das eine gute Sache ist, hier noch der Link zu mehr Infos und der Möglichkeit zur Registrierung: www.dkms.de.
Ich mag Campino. Ich mag Wim Wenders. Aber ich schätze, „Palermo Shooting“ ist ein Film, der sich nur für Fans lohnt – entweder von Campino, oder von Wim Wenders. Wir haben „Palermo Shooting“ in der Lichtburg gesehen, mit Wim Wenders zusammen. Campino konnte wegen des Tourauftakts nicht kommen, hat aber sehr charmant mit uns telefoniert, während er über die Flure eines Mannheimer Hotels rannte – durchaus eins der Highlights des Abends
Im Film geht es um den Starfotografen Finn (Campino), der ein hektisches Leben in Düsseldorf lebt, von Modeshooting zu Modeshooting hetzt und ständig das Handy am Ohr hat. Erst als er auf dem nächtlichen Nachhauseweg beinahe tödlich verunglückt, stellt er fest, dass irgendetwas in seinem Leben falsch läuft. Einem Impuls folgend geht er nach Palermo, wo er von einem geheimnisvollen Bogenschützen (Dennis Hopper) verfolgt wird. Gemeinsam mit der Restaurateurin Flavia (Giovanna Mezzogiorno) versucht er, dem Bogenschützen auf die Spur zu kommen…
Ich mochte den Film. Ich mochte Campino in seiner Rolle, was ich nicht mochte, waren seine Voice-over, die wirkten gestelzt. Ansonsten machte er seine Sache aber wirklich gut. Dennis Hopper war in seiner Rolle wundervoll, und Giovanna Mezzogiorno war mir auch sympathisch. Wer sich den Film angucken möchte, sollte sich allerdings vorher fragen, ob er Wim Wenders-Filme mag – es sind eben keine typischen Hollywood-Produktionen, die man mit halbem Auge guckt und dann abhakt.
So waren die Meinungen zu Palermo auch sehr unterschiedlich: Ich mochte den Film, meine Schwester wollte nach zwanzig Minuten gehen, mein Vater fand ihn total doof, aber Nina fand das, was sie mitbekommen hat, wieder gut. Und da es hier um meine Meinung geht, kriegt „Palermo Shooting“ heute drei von fünf möglichen Regenbögen!
Der Film „Nanny Diaries“ mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle läuft seit dem 14. August in deutschen Kinos und bereitete uns vor Kurzem einen netten Abend.
Annie Braddock (Scarlett Johansson) wird quasi versehentlich zur Nanny: Die Upper East Side-Mum Mrs X (Laura Linney) engagiert Annie als Kindermädchen für ihren fünfjährigen Sohn. Was sich zuerst nach einem netten Job mit Zimmer im luxuriösen Appartment der Familie in der 5th Avenue anhört, entpuppt sich für Annie schnell als harte Bewährungsprobe. Rund um die Uhr ist sie praktisch allein für ihren aufmüpfigen Schützling verantwortlich, damit Mrs X genug Zeit zum Shoppen, für Partys und Wellness hat, während Mr X lieber im Büro als bei seiner Familie ist. Ein Lichtblick ist da wenigstens ihr netter neuer Nachbar von nebenan…
Der Film ist nett: leichte Unterhaltung, aber keine Langeweile. Scarlett Johansson sieht auch in brünett sehr hübsch aus und ist in der Nanny-Rolle sehr sympathisch. Oft ist die Filmhandlung ziemlich offensichtlich voraussehbar, trotzdem lädt der Film auch immer wieder zum Lachen ein. Das absolute Happy End allerdings ist mir ein bisschen zu dick aufgetragen.
Fazit: Sehr netter Film, aber nur zum ein Mal gucken – drei von fünf möglichen Regenbogen