Drei Jahre nach dem letzten Live-Auftritt und vier Jahre nach dem letzten Studio-Album veröffentlichten die Toten Hosen gestern endlich ihr neues Studioalbum „In aller Stille“. Und sie haben nicht zu viel versprochen: Es ist eine super Platte geworden.
Strom – Die erste Singleauskopplung. Kraftvoller Opener, zwar textlich manchmal eher schwach, aber trotzdem eine wunderbare Art, sich zurück zu melden! Würde mir auch auf der Tour als Opener gefallen!
Innen alles neu – Kennen wir schon von Rock am Ring, gefiel mir da ehrlich gesagt nicht so gut. Darum: Danke für die Textänderungen – jetzt ist es klasse!
Disco – Ich mag’s nicht, einfach im Gesamten, und das liegt nicht an den Disco-Beats am Anfang, die sicher eine nette Spielerei sind.
Teil von mir – Ebenfalls schon von RaR bekannt, gefällt mir ebenfalls in der Studioversion noch besser. Eingängiger Refrain zum Mitgröhlen.
Auflösen – Duett von Campino mit „Dreigroschenoper“-Kollegin Birgit Minichmayr, sehr ruhiges Lied. Gefiel mir beim ersten Durchhören nicht so sehr, mittlerweile habe ich mich damit angefreundet. Trotzdem gehört es nicht zu meinen Favoriten.
Leben ist tödlich – Mal wieder das beliebte „Wir sind vergänglich“-Thema. Gefällt mir, eingängiger Refrain, gute Melodie.
Ertrinken - Sehr hübsches Klavierintro, beginnt ruhig, gewinnt zum Refrain hin aber etwas an Tempo. Auch inhaltlich top.
Alles was war - Mag ich vor allem textlich sehr gern, und ich rätsle noch, an welchen anderen Song mich das Lied erinnert…
Pessimist - Eher schnelles Stück, ich mag Kuddels Backgroundgesang hier sehr gern, und eigentlich eher optimistisch.
Wir bleiben stumm – Der Anfang erinnert mich irgendwie an ein Rolf Zuckowski-Weihnachtslied, ich weiß auch nicht, wie das zusammenpasst
Schöne Melodie, inhaltlich irgendwie das Gegenteil von „Freunde“, ich bin noch nicht sicher, ob ich es wirklich mag.
Die letzte Schlacht – Punkig, schnell, gut.
Tauschen gegen Dich - Scheint sehr zu polarisieren zurzeit, ich mag es sehr gerne, Text und Musik gehen unter die Haut. Rafael Zweifels Cello passt wieder wunderbar. Ruhige Ballade, vom Stil her ähnlich wie „Alles ist eins“ – wir werden es also wahrscheinlich nie live hören
Angst - Düster zum Abschluss. Okay, aber nicht überragend.
Fazit: Kaufempfehlung! Ein Album ohne Totalausfall, konsequent von Track 1 bis 13, macht Lust auf die Tour! 9,5 von 10 möglichen Regenbögen. Danke dafür!