Schön, teuer und schmerzhaft.
Schön: Unser Hotel in Buxtehude war sehr nett. An allen Tagen sind wir außerdem Fähre gefahren – und ich bin doch ein extrem glücklicher und friedlicher Mensch, sobald ich am oder auf dem Wasser bin. Auch unser übliches Wetter-Glück hielt weiter an: Nach kurzem Regen am Samstagmorgen klarte es auf, sobald wir das erste Geschäft betreten hatten und blieb auch für den Rest des Tages schön. Sonntag war es sogar sonnig und warm, so dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr offen fahren konnten und dabei auch ein bisschen braun geworden sind. Glauben wir
Teuer: Da aus unserem Kultururlaub aufgrund fehlender Musical-Tickets nichts werden konnte, sattelten wir spontan auf Shopping um – den Michel haben wir aber auch gesehen und die wichtigen Viertel während des Shoppens abgegrast. In Hamburg gibt es so riesige Läden! Bei Thalia geriet ich beim Anblick der nicht enden wollenden English Books-Abteilung in schiere Ekstase, und Görtz kennen die Hamburger nur dreistöckig offenbar. So verbrachten wir einen netten Tag mit leichter werdenden Portmonees und schwerer werdenden Einkaufstüten. Aber: „Wir shoppen intelligente Sachen und brauchen uns darum nicht schämen!“ – „Ähm ja. Schuhe, Uhr, Tasche…“ – „Ja, aber auch Bücher!“
Schmerzhaft: Shoppen bringt Plattfüße mit sich. Und wenn man dann mit immer länger werdenden Armen noch auf die Idee kommt, über den Dom zu laufen, tut das sein übriges. Doch unsere Ausdauer konnte sich sehen lassen: Zähne zusammenbeißen und vorbei am Glaslabyrinth, Lebkuchenherzen und Fahrgeschäften, dabei geschickte Haken um die Britt-Caster schlagend. Trotzdem waren wir froh, als wir abends schließlich auf der Fähre (die übrigens immer kam, wenn wir gerade eine brauchten) saßen und über die dunkle Elbe schipperten…
Übrigens: Autofahren ist nicht so die Stärke der Hanseaten. So freuten wir uns dann doch am Sonntagnachmittag, wieder Ruhrpottsches Terrain zu befahren – bis wir auf der Gladbecker Straße ein Auto mit Hamburger Kennzeichen anhupen mussten, weil der Fahrer mal wieder völlig das Grünwerden der Ampel verpennt hatte
Ein schönes Ende für ein schönes Wochenende.