Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Nach einer schönen Silvester-Feier bei Jana mit Raclette (Betonung auf der ersten Silbe!) und viel Spaß (erstes bewusst gehörtes Lied 2008 übrigens Herbert Grönemeyers „Der Weg“) kam es mal wieder zum Disput über die Heimfahrzeit: Zwei gegen Eine, und die Eine gewann – wie immer
Also machten wir uns schließlich auf den Heimweg von Bochum nach Essen, die eine mit Wut im Bauch, die anderen beiden mit Wegzehrungs-Schnaps in der Jackentasche. Und alle drei gemeinsam mitten rein in den dicksten Nebel, den wir jemals erlebt haben.
Also saßen wir schließlich mitten in Bochum fest: Nicole mit den beiden Amaretto-Fans irgendwo im Nirgendwo, ohne genau zu wissen wo; mit laut Radio unter 10 Metern Sicht, in Wirklichkeit konnte ich den Baum vor dem Punto (wie lang sind diese Autos wohl?), hinter dem wir auf dem Gehweg geparkt hatten, nicht mehr wirklich erkennen. Bis Nina uns endlich gefunden und eingesammelt hatte, vergingen an die anderthalb Stunden (irgendwie wurde die Suche durch die Tatsache, dass wir irgendwann im Nebel wohl vom rechten Weg abgekommen waren, erschwert, aber wozu gibt es denn Handys und den Bayern?), in denen einige negative wie positive Erkenntnisse gemacht werden konnten.
Negativ: Es wird arg schnell arg kalt in einem stehenden Auto, wenn man einen Rock mit dünner Strumpfhose an hat. Außerdem ist man ziemlich schwer zu finden, wenn man in einer Nebelwand in einer Stadt verschwunden ist, die sowohl der, der sucht, als auch der, der gesucht wird, nicht wirklich gut kennt. Und: Verlass niemals eine Party, ohne vorher nochmal aufs Klo zu gehen
Positiv: Christina und ich können begeisternd schnell wieder ziemlich nüchtern sein, wenn’s sein muss. Nicole vergisst ihren Ärger über uns ebenso begeisternd schnell, wenn plötzlich alles um uns rum nebelig ist. Wir haben auch im kalten Auto und wenn wir nichts sehen noch Spaß – Pantomime, Hüpfspielchen und schmutziger Lieder sei dank
Es ist manchmal gut, einfach davon überzeugt zu sein, dass man immer Recht hat und weiß, was man tut, denn dann haben die anderen das Gefühl, man hätte eine Lösung parat, und: Ich bin die beste Autofahrerin, die Nicole kennt
Die beste, die ich kenne, ist weiterhin Nina, und dementsprechend waren wir auch nach anderthalb Stunden Gegurke durch den Nebel endlich alle sicher in Essen angekommen. Ein hervorragender Start ins Jahr 2008
Na dann: Frohes Neues!