Regenbogenmädchen

„Kommt dir das nicht auch manchmal vor wie skurriles Theater?!“

Agathe Bauer. Januar 26, 2008

Gespeichert unter: guckt mal — Kristina @ 8:30

Wer kennt sie nicht, die Agatha-Bauer-Lieder, bei denen man etwas versteht, das eigentlich gar nicht gesungen wird? Die Klassiker in meinem Umfeld sind „…jeden Morgen mit ‘nem Gebet beginnen anstelle von Asterix…“ (Die Toten Hosen – Paradies) und „… ich frage ein Gespenst, das in der Sonne glänzt…“ (Die Prinzen – Alles Nur Geklaut). Aktueller auch vor noch gar nicht so langer Zeit „… vorne links, vorne links, vorne links … on the ground“ (Billy Talent – Fallen Leaves). Manchmal haben Verhörer anderer Menschen (Nein, die da oben kommen alle nicht von mir, meine sind da irgendwie weniger spektakulär) auch den spaßigen Effekt, dass man selbst den richtigen Liedtext nicht mehr hören kann, auch wenn man ihn eigentlich kennt…

Der Berliner Radiosender 104.6 RTL trägt solche Verhörer auf seiner Homepage zusammen. Da kommen manchmal schon interessante Sachen raus…

 

Normandie. Januar 22, 2008

Gespeichert unter: kristina, nina — Kristina @ 12:49

Ein großartiges Wochenende bei Jana in Frankreich liegt hinter uns. Achteinhalb Stunden Fahrt hin und siebeneinhalb zurück haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Neben grandiosen McFlurrys beim goldenen M, Einkaufsorgien in französischen Supermärkten und nächtlichen Irrfahrten durch zig Kreisverkehre stand ein Besuch des Mont Saint Michel auf der Wochenendplanung.

Grandiose Zimmer bei unseren supersympathischen englischen Vermietern, für die wir eine „absolute pleasure“ waren, mit französischem Frühstück begeisterten uns und ließen und darüber hinwegsehen, dass wir jeden Abend erst nach ein paar vergeblichen Versuchen die richtigen Abzweige der Kreisverkehre erkannten und in dem abgelegenen Örtchen leider so gar keinen Handyempfang hatten… Die Autofahrten wurden durch großartige Musikauswahl und reichlich Proviant zu einer großen Freude, und trotz fröhlicher Antipathien gegen die meisten Franzosen konnten wir uns der Feststellung nicht entziehen, dass sie zumindest wissen, wie man mit Süßkram umgeht.

Mont Saint Michel wurde zur Nebensache, als wir das Watt darumherum entdeckten und begeistert Kälte und Jahreszeit vergaßen und barfuß durch die Matsche sprangen – wie dankbar waren wir später für warmes Wasser und Seife ;)

Abends konnte sich Nicole über Erdbeertee freuen, den sie nicht bestellt hatte, während wir uns fröhlich den Cocktails hingaben und schließlich feststellen konnten, dass Christina, Nina und ich zumindest zu dritt in Frankreich überleben würden, wenn wir jedes mal, bevor wir etwas sagen, kurz die Köpfe zur Beratung zusammen stecken. Beim Verlassen der Bar konnten wir dann auch endlich unser Bedürfnis nach dem Singen von schmutzigen Liedern erfüllen – dass wir danach immer noch zu fünft zurück ins Auto stiegen, lag sicherlich nur daran, dass Teile von uns glaubten, die Franzosen verstünden die Texte nicht. Für den Fall haben wir übrigens fürs nächste Mal vorgesorgt: Die Übersetzung in alle uns bekannten Sprachen läuft ;)

Auch sprachlich brachte das Wochenende übrigens einige Erkenntnisse: Nicole ist nicht mehr dazu in der Lage, Englisch zu verstehen, und Italienisch und Französisch vertragen sich so gar nicht – ich war meinem Tintenkiller in meiner Italienischklausur heute unglaublich dankbar, als er das „avec“ gelöscht und durch „con“ ersetzt hatte…

 

Alte Frau. Januar 21, 2008

Gespeichert unter: kristina — Kristina @ 9:51

13-jähriges Nachhilfekind: „Wie alt ist deine Schwester?“

Ich: „Siebzehn.“

Nachhilfekinde: „So jung? Ach, deswegen bist du so cool.“

Ich: „Aaaah ja, ich bin also cool…“

Nachhilfekind: „Ja, also cool für eine relativ alte Frau. [Pause] Also… Eine relativ ältere Frau als ich es bin.“

Ich: „Rechne!“

 

Vernebeltes Neujahr. Januar 1, 2008

Gespeichert unter: kristina, news, nina — Kristina @ 10:39

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Nach einer schönen Silvester-Feier bei Jana mit Raclette (Betonung auf der ersten Silbe!) und viel Spaß (erstes bewusst gehörtes Lied 2008 übrigens Herbert Grönemeyers „Der Weg“) kam es mal wieder zum Disput über die Heimfahrzeit: Zwei gegen Eine, und die Eine gewann – wie immer ;) Also machten wir uns schließlich auf den Heimweg von Bochum nach Essen, die eine mit Wut im Bauch, die anderen beiden mit Wegzehrungs-Schnaps in der Jackentasche. Und alle drei gemeinsam mitten rein in den dicksten Nebel, den wir jemals erlebt haben.

Also saßen wir schließlich mitten in Bochum fest: Nicole mit den beiden Amaretto-Fans irgendwo im Nirgendwo, ohne genau zu wissen wo; mit laut Radio unter 10 Metern Sicht, in Wirklichkeit konnte ich den Baum vor dem Punto (wie lang sind diese Autos wohl?), hinter dem wir auf dem Gehweg geparkt hatten, nicht mehr wirklich erkennen. Bis Nina uns endlich gefunden und eingesammelt hatte, vergingen an die anderthalb Stunden (irgendwie wurde die Suche durch die Tatsache, dass wir irgendwann im Nebel wohl vom rechten Weg abgekommen waren, erschwert, aber wozu gibt es denn Handys und den Bayern?), in denen einige negative wie positive Erkenntnisse gemacht werden konnten.

Negativ: Es wird arg schnell arg kalt in einem stehenden Auto, wenn man einen Rock mit dünner Strumpfhose an hat. Außerdem ist man ziemlich schwer zu finden, wenn man in einer Nebelwand in einer Stadt verschwunden ist, die sowohl der, der sucht, als auch der, der gesucht wird, nicht wirklich gut kennt. Und: Verlass niemals eine Party, ohne vorher nochmal aufs Klo zu gehen ;)

Positiv: Christina und ich können begeisternd schnell wieder ziemlich nüchtern sein, wenn’s sein muss. Nicole vergisst ihren Ärger über uns ebenso begeisternd schnell, wenn plötzlich alles um uns rum nebelig ist. Wir haben auch im kalten Auto und wenn wir nichts sehen noch Spaß – Pantomime, Hüpfspielchen und schmutziger Lieder sei dank ;) Es ist manchmal gut, einfach davon überzeugt zu sein, dass man immer Recht hat und weiß, was man tut, denn dann haben die anderen das Gefühl, man hätte eine Lösung parat, und: Ich bin die beste Autofahrerin, die Nicole kennt :D

Die beste, die ich kenne, ist weiterhin Nina, und dementsprechend waren wir auch nach anderthalb Stunden Gegurke durch den Nebel endlich alle sicher in Essen angekommen. Ein hervorragender Start ins Jahr 2008 :)

Na dann: Frohes Neues!