Regenbogenmädchen

„Kommt dir das nicht auch manchmal vor wie skurriles Theater?!“

Nice Weekend. Juli 30, 2007

Gespeichert unter: kristina, nina — Kristina @ 10:42

Ein sehr schönes Geburtstagswochenende liegt hinter mir…

Am Freitag gab es zum Auftakt einen langen Wii-Abend mit Pizza bei Jana, bei dem ich nicht nur feststellen durfte, dass meine beste Freundin verwirrt darüber ist, wie alt wir denn nun wirklich sind, sondern auch, dass mein Wii-Fitnessalter bei 56 Jahren liegt. Egal, Bowling klappte über die Spielekonsole noch besser als im realen Leben und als Nina und ich gegeneinander boxen mussten, muss das wirklich ein Bild für die Götter gewesen sein. Man hätte es filmen oder fotografieren sollen, aber wir hatten natürlich keine Kamera dabei – beim nächsten Mal.

Samstag stand dann OpenAir-Kino auf dem Programm: Nina und ich machten uns mit Wolldecke und dicken Pullis bewaffnet auf in den Landschaftspark Duisburg-Nord. Wirklich superschön dort, und da sich Ninas Kopf zwischen mir und einem aggressiv blau leuchtenden Turm befand, konnte ich mich ganz auf den Film konzentrieren. „Nachts im Museum“ wurde gezeigt, und obwohl ich diesen Film nach der Kinovorschau nie als wirklich sehenswert eingestuft hatte, fand ich ihn dann doch wirklich lustig.

Sonntagabend zog es mich und die Mädels, die sich zurzeit im Land befinden, ins CentrO, um dort im Efendy in meinen Geburtstag reinzutrinken. Trotz zeitweise sehr unhöflicher Kellner hatten wir unseren Spaß. Über meine Geschenke habe ich mich auch sehr doll gefreut, drei Paar neue Ohrringe lassen mein Herz doch schon viiiiel höher schlagen! Und auch die anderen Geschenke waren einfach hervorragend, eins besser als das andere, danke nochmal dafür an alle. Eins der Highlights war dann, wie Jana dem völlig überforderten Kellner-Jungen in ca. 20 Minuten die Rechnung auseinanderklamüserte und er beim Einzigen, das er selbst rechnete, knapp am richtigen Ergebnis vorbeisemmelte. Ein weiterer Höhepunkt, wie er mitten in der Nacht über die menschenleere Promenade hinter uns herrannte, um uns zu sagen, dass wir in der Rechnung etwas vergessen hätten und sich auch nicht davon abbringen ließ (wir hatten alles korrekt bezahlt!), bis ich ihm mit dem freundlichen Einleitungssatz „Lasst mich mal, ich gebe Mathe-Nachhilfe!“ die ganze Rechnung nochmal vorrechnete. Ich glaube allerdings immer noch, dass er einfach aufgegeben hat und bis jetzt nicht verstanden hat, wie man richtig kopfrechnet…

Dank lieber Anrufe, SMS, Nachrichten und großartigem Kuchen war auch mein Geburtstag heute sehr schön. Heute Abend hatten Nina und ich unser Geburtstagsessen im Mongo’S . Wirklich grandios – supernettes Personal, riesig viel Essen. Wir haben die unmöglichsten Kreationen am Food-Markt zusammengestellt: Ich, die ich doch eigentlich eine Abneigung gegen Fisch habe, hatte alle verfügbaren Fischsorten durcheinander in meinem Schüsselchen und habe Dinge gegessen, von denen ich bis jetzt nicht weiß, was es eigentlich war. Was bitte sind Wasserkastanien? Känguru, Straußenfleisch und Gänseleber – man muss doch mal alles probiert haben. Natürlich alles mit Stäbchen, was erstaunlich gut ging. Zum Abschluss gab’s gebratenes Vanille-Eis – jammi.

Jetzt bin ich gerade kugelrund nach Hause gekommen und werde mich gleich in mein Bett fallen lassen – morgen muss ich mal wieder Sport machen gehen ;)

 

Stoppt den Masterplan Sport! Juli 22, 2007

Gespeichert unter: kristina, news — Kristina @ 2:33

Ich gewöhne mich wieder ans Wasser – nach vermehrtem Schwimmen in See, Meer und Freibad in den letzten Wochen geht’s langsam wieder vorwärts: Schwimmen mit Kondition macht Spaß. Und ist gut für mich und meine Umwelt, die mich launemäßig ertragen und anschauen muss.

Darum werde ich jetzt mal kommunalpolitisch: Stoppt den Masterplan Sport! Oder auch: Hesse muss bleiben. Ich möchte bitte auch weiterhin im Sommer hier meine Bahnen ziehen können, wenn ich denn möchte. Denn wenn ich möchte, und Hesse gibt es nicht mehr, bin ich noch schwerer zu ertragen als ohnehin schon. ;)

Also bitte ich euch: Rafft euch am Sonntag, 12. August, zwischen 8 und 18 Uhr dazu auf, zu eurem Wahllokal zu gehen und gebt eure Stimme gegen den Masterplan Sport ab. Ich werde es euch mit guter Laune danken. :)

 

Urlaub – nur wo? Juli 21, 2007

Gespeichert unter: kristina, news, nina — Kristina @ 1:30

Nina und Kristina wollen Urlaub machen. So viel steht seit Monaten fest, aber weder zu Zeitraum noch Ziel gab es nähere Überlegungen. Gestern sollte sich das ändern: Wir machen Nägel mit Köpfen.

Die Zeitraum-Frage ist einfach zu klären: Irgendwann im September wollten wir für eine Woche weg.

Die Versuche, die Ziel-Frage zu klären, sind etwas komplizierter. Die Grundvorstellungen gehen etwas auseinander: Ich hätte gerne Irland oder Schottland (Nina: „Zu viel Natur“) und auch Rom (Nina: „Da war ich schon mal und das ist teuer“) finde ich gut, Nina plädiert für Mallorca (Ich: „Neeein“), Schweden (Ich: „Wir waren letztes Jahr erst in Dänemark, das ist langweilig“) oder Krakau (reizt mich auch gar nicht). Okay…

Also super Plan: Wir gucken einfach mal, wo uns die Billigflieger hinbringen würden. Da ich den Laptop auf dem Schoß habe, tippe ich zuerst auf Edinburgh – günstiger Flug mit Easyjet. Nina: „Du weißt, dass ich da schon mal für einen Tag war und da nichts ist?!“ Na gut. Wir schauen also weiter. Die Reiseziele, die in Frage kommen, sind begrenzt. Wir beschließen, es gut zu finden, wenn wir mal wieder ein Land mit unserem Geld hätten… Zwischenzeitlich stehen so auch Mailand („Ist da irgendwas außer shoppen?“), der deutsche Norden (Ich: „Was soll ich da eine Woche lang?“) und München (Nina: „Aber eine Woche deutscher Süden ist besser?!“) auf dem Plan der Möglichkeiten. Schließlich finden wir gemeinschaftlich Venedig gut.

 Nur: Da will uns keiner so richtig hinfliegen. Die Flüge, die wir finden, sind horrende teuer, von Unterkünften ganz zu schweigen. Wir geben die Strecke Essen – Venedig mal in einen Routenplaner ein: Nur knapp über 10 Stunden mit dem Auto gibt er an, also streckenmäßig vergleichbar mit Bratislava vor zwei Jahren. Auf der Fahrt könnte man auch noch in Freiburg, Bern oder Mailand Halt machen… Ich mag die Idee, Nina nicht so sehr.

Also alles zurück auf Anfang. Wir werfen einen Blick in den Atlas, was uns auch nicht weiterhilft. Schließlich schauen wir uns die Reiseziele bei Easyjet nochmal an: Edinburgh ist preislich ungeschlagen. Ich ziehe ein wohlbekanntes Forum zu Rate, das uns erzählt, dass Edinburgh toll ist. Nina findet es dann doch gut – und wir buchen die Flüge. Vom 16. bis 23. September fliegen wir nach Edinburgh, auch wenn die nicht unser Geld haben. Ich freu mich so :)

Wenn ich jetzt noch was finde, wo wir schlafen können, ist’s perfekt.

 

„Hole nie einen Schwimmer an Land…“ Juli 8, 2007

Gespeichert unter: kristina — Kristina @ 1:04

„… denn er wird sich bei jeder anderen Sportart die Haxen brechen“, und „… denn er wird irgendwann an Wassermangel eingehen.“

Wie viel Schwimmer steckt also nach den ganzen Jahren noch in mir? Ich dachte eigentlich, das würde mittlerweile gegen Null tendieren, schließlich habe ich mir seit Jahren bei diversen Sportarten nichts mehr getan. Letzten Montag wollte ich aber plötzlich unbedingt ins Wasser – Herzrasen und Nicht-Schlafen-Können inklusive. Das ganze Schwimm-Unterfangen wurde dann durchs Wetter bis zum Wochenende aufgeschoben.

Gestern war es dann aber soweit: Ich sprang um 7.20 Uhr beschwingt aus dem Bett, packte mir die Jenny ins Auto und war um 8 Uhr bei herrlichen 15°C Lufttemperatur im Wasser. Wir haben ungefähr anderthalb Kilometer runtergezogen, sind dabei manchmal auf der langen Bahn fast gestorben, aber es war großartig – bis zum Umziehen danach, das war vor allem arschkalt.

Und heute stelle ich fest: Ich habe Muskelkater an den interessantesten Stellen, sogar ein kleines bisschen am Nacken/Hals vom Luftholen. Faszinierend, und ich mag Muskelkater in Maßen ja ohnehin, aber trotzdem: Ich bin dann wohl wirklich kein Schwimmer mehr.

 

KulTourIng Juli 1, 2007

Gespeichert unter: news — Kristina @ 2:44

Das Junior-Unternehmen des Mädchengymnasiums Borbeck 2006/2007 ist am vergangenen Donnerstag Bundessieger geworden. „KulTourIng“ nennen sie sich: Die 11er-Schülerinnen haben einen überaus professionellen Kulturhauptstadtführer 2010 für die Generation 60plus mit Namen „Essen.“ produziert und Aktiendividenden von 150% erreicht. Nach sieben Jahren wird Deutschland also in diesem Juli wieder von einem MGB-Team beim Europa-Wettbewerb vertreten.

Und ich kann mich gerade sehr für dieses Projekt begeistern – schlappe sechs Jahre zu spät. Allerdings glaube ich auch immer noch, dass ich bei unserer Junior-Firma „Face2Face“ fehl am Platze gewesen wäre: Ich hätte von Anfang an ein Problem mit der „Geschäftsführung“ gehabt, und meine Spiegel wären wahrscheinlich die ersten gewesen, die bei Vanessa zu Hause ihr Sofa erdolcht hätten…

Dieser Kulturhauptstadtführer (oder auch für den Europawettbewerb „Culturecapitelguide“) hätte mich allerdings bestimmt irgendwie gereizt – ich hätte gerne die PR übernommen ;) Wobei… Das sage ich jetzt. Jetzt sage ich auch, dass ich bei business@school, dem spaßigen Wirtschafts-Analyse-Projekt, bestimmt Spaß haben würde – das hätte ich in der 11 komplett anders gesehen. Hauptsache schnell raus aus der Schule, das war damals die Devise. Da hätte mich auch kein Kulturhauptstadtführer länger da halten können – zumal ich erst hätte Junior beitreten müssen und danach entschieden worden wäre, was genau das Unternehmen produzieren bzw. anbieten würde.

Trotzdem: Ich drücke die Daumen, dass ich bald über neue MGB-Europasieger schreiben kann!