Frisch geduscht nach einer fröhlichen Runde Sport – ich bin also offiziell nicht mehr krank – springe ich sofort hierher um mitzuteilen: Der Montag ist vorbei!
Im Prüfungsamt lief alles super: Meine Sachbearbeiterin war zwar nicht da, dafür Sonjas aber. Also konnte ich mir einen Weg praktisch sparen und mir beide Ergebnisse sofort bei der einen Frau abholen. Sonjas Ergebnis hat sie auch anstandslos, ohne die Vollmacht auch nur wirklich anzusehen, rausgerückt. Immerhin hat sie die Vollmacht dann behalten, weshalb jeglicher Fake dann doch noch aufgeflogen wäre, nachdem ich mit den Ergebnissen rausmarschiert war. Und – taddaaaa – wir haben beide bestanden, ziemlich gut sogar: Sonja mit 2,3 und ich mit 1,7. Juhu, ganz schön super für „einfach nur bestehen wollen“! Sonja begann nach meiner SMS, in Ägypten um den Pool zu tanzen
Beruhigen konnte ich mich danach natürlich noch nicht richtig… Um Viertel vor Zwölf machte ich mich auf den Weg zur Schule, um meinen Unterricht zu halten, um Viertel nach Zwölf ging’s los. Und ich war nervös, und ja, man konnte es mir auch ansehen, fürchte ich. Aber egal, die Technik funktionierte, die Schüler waren in der Tat nett zu mir und taten, was ich wollte. Die Stunde habe ich also gut rumbekommen, und über mein eigenes Reden bin ich auch nicht gestolpert, was ja meine größte Sorge gewesen war. In der Nachbesprechung meinte Stefan, dass ich an meiner Gesprächsführung arbeiten müsse; ich stelle zu enge Fragen. Ok, das lässt sich einrichten denke ich, vor allem, wenn ich nicht das Gefühl habe, unbedingt mein Programm jetzt in der einen Stunde durchziehen zu müssen. Alles in allem fand er die Stunde okay, und meint, ich brauche mir wegen der Gesprächsführung keine grauen Haare wachsen lassen, im Refrendariat lernen wir das ohnehin. Also war das auch okay – und ich konnte vorhin im Kolloquium sagen, dass ich schon unterrichtet habe. Überraschend viele Kommilitonen haben ihren Unterricht noch vor sich, und langsam wird es ja doch knapp: Noch zwei Wochen Schule. Ich bin froh, dass ich das von der Backe habe und werde mich morgen – zumindest nehme ich mir das vor, wie dann die Realität aussieht, ist die Frage - mal daran setzen, den Unterrichtsversuch für den Praktikumsbericht zu verwursten. Das Kolloquium findet übrigens in zwei Wochen doch noch mal statt, wir hatten gehofft, heute das letzte Mal bis 20 Uhr in der Uni gewesen zu sein. Na ja, es gibt schlimmeres, wir werden’s überleben, auch wenn es nervt.
Außerdem habe ich es heute endlich geschafft, die Öffentlichkeitsfrau vom Krefelder Zoo erreichen: Am Donnerstag können wir im Zoo unsere letzte Ausflugsstory abhaken – bzw. Nina kann das, ich habe ja dann weiterhin noch fünf zu schreiben… Jedes Mal, wenn ich da angerufen habe, habe ich übrigens vorher nach den Wetterprognosen geguckt, und niemanden erreicht. Dieses Mal habe ich es vergessen, jemanden erreicht, und, na klar: Nina sagt mir vorhin, dass es Donnerstag gewittern soll. Meinen Vorschlag, in Bikinis zu gehen, fand sie irgendwie nicht so super und schlug stattdessen Regenjacken und das Affenhaus vor. Wir werden sehen
Guter Tag also insgesamt heute eigentlich, die einzige, die mich ein bisschen im Stich gelassen hat, war meine Freundin Suse, die nach ihrer Bitte, mich schnell zu melden, heute nicht auf meinen Fragenkatalog geantwortet hat. Aber gut, ich hab’s ja auch nicht eilig. Und jetzt gehe ich dann auch mehr oder weniger direkt ins Bett, schließlich muss ich morgen um unmenschliche 8 Uhr in der Uni sein